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Die Formel 1 will bis 2030 CO2 - neutral werden

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Umweltverschmutzung, Klimaerwärmung und Nachhaltigkeit beherrschen aktuell die Medien. Spätestens seit der Fridays-for-Future-Bewegung beschäftigen sich immer mehr Unternehmen mit ihrer Umweltbilanz. Nun will auch die Formel 1 sauberer werden. Wegen der großen Strecken, die Material und Crew während der Saison im Flugzeug zurücklegen und des Benzins, von dem jedes Auto am Rennwochenende Unmengen verbrennt, ist die Umweltbilanz der Rennserie sehr negativ.

Neben der Langeweile, die durch die Dominanz von Mercedes eingetreten ist, schrecken auch die negativen Auswirkungen für die Umwelt alte und neue Fans ab. Die Macher der Rennserie haben dies erkannt und wollen nun versuchen, bis 2030 CO2 - neutral zu werden.

Quelle: bwin

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Zunächst sollen alle Formel 1-Events bis 2025 nachhaltig werden. Hierfür gilt es die großen Mengen an Einmalplastik, die während dieser Events anfallen, zu minimieren. Das Material soll durch abbaubare Stoffe ersetzt werden, die kompostier- oder recycelbar sind.

Gut möglich, dass die Ankündigung der Formel 1 eine Reaktion auf den alten und neuen Weltmeister ist. Lewis Hamilton hatte erst kürzlich wieder geäußert, dass er sich zum Wohle der Umwelt und der Tiere vegan ernähre und viel Spott geerntet. Auf Social Media kritisierten einige Hamilton, da er nicht sagen könne, dass er die Umwelt schonen wolle, während er gleichzeitig durch sein Formel 1-Engagement für einen sehr hohen CO2 - Ausstoß verantwortlich ist. Zudem fliege er mit dem Privatjet um die halbe Welt und mache sich mit seinem „angeblichen Veganismus“ selber was vor. Hamilton verstand war die Einwände vieler, machte aber auf seine Vorbildfunktion aufmerksam und gelobte Besserung.

Auch die ganze Rennserie möchte sich Verbesserung und nach und nach immer umweltfreundlicher werden. Es ist aber noch nicht ganz klar, wie die Macher der Formel 1 dies umsetzen wollen. Es ist davon die Rede, das Know-how der Ingenieure für die Entwicklung neuer Technologien zu nutzen, die das Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre absorbieren, allerdings wird dies schwer umzusetzen sein. Schon Jahre wird von vielen Instituten an so einer Lösung ohne große Fortschritte geforscht. Zudem möchte die Formel 1 Bäume pflanzen, um die hohe Umweltbelastung auszugleichen. Dies ist ein löblicher Schritt, doch ist es aktuell schwer einzuschätzen, ob dies umsetzbar ist.

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Die Formel 1 ist zwar ein „Umweltsünder“, doch tragen die Entwicklungen der Rennserie auch Positives bei. Der Hybridmotor, der aktuell in der Rennserie zum Einsatz kommt, ist sehr effizient und verbraucht für Motorsportverhältnisse nicht übermäßig viel Treibstoff. Zudem hat die Forschung der Ingenieure an den Motoren auch Verbesserungen für die Hybridmotoren in Straßenautos mit sich gebracht.

Zuletzt vor 146 Tagen aktualisiert von Marie V.

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