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Warum Weisheitszähne oft raus müssen

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Der Zahn der Weisheit hat seinem Namen nicht, weil er seinem Träger ein Mehr an Weisheit liefert. Vielmehr trägt das Alter des Trägers beim Zahndurchbruch die namensgebende Rolle: Weisheitszähne brechen erst im Erwachsenenalter durch, dann also, wenn ein wenig Weisheit dem jugendlichen Leichtsinn folgt.

Warum müssen Weisheitszähne oft raus?

Die hintersten Zähne der Zahnreihen sind ein Überbleibsel unserer Vorfahren: Durch die fortschreitende Evolution wurde das Gehirn des Menschen immer größer. Um mehr Platz im Kopf einzunehmen, wurden die Kiefer und Kauleisten jedoch enger. Später durchbrechende Zähne, wie der Zahn der Weisheit, machen daher oft Probleme: Sie liegen schief im Kiefer, sorgen für schmerzhafte Zahnverschiebungen und Schmerzen. Sie können zudem gesunde und bereits vorhandene Zähne schädigen.

Eine Entfernung der bereits durchbrechenden Zähne ist dann sinnvoll. Ist abzusehen, dass die bis zum Schluss im Kiefer liegenden Zähne Probleme bereiten, können sie auch vor dem Durchbruch in einer Operation entfernt werden.

Der Verlust der Urzeitzähne ist zu verkraften: Eine wichtige Funktion, die beim Essen das Zerkleinern der Nahrung erleichtert, haben Weisheitszähne nicht mehr. Lediglich unsere Vorfahren, die Nahrung unverarbeitet und meist roh zerkauen mussten, waren auf diese Zähne angewiesen.

Fachleute bezeichnen Weisheitszähne auch als "Achter", da sie zusätzlich zu den regulären sieben Zähnen in jedem Quadranten des Gebisses angelegt sein können. "Können" deshalb, weil längst nicht mehr alle Menschen vier dieser Zähne vorzuweisen haben. bei einigen entwickeln sich nur zwei, wieder andere haben gar keinen Weisheitszahn, der im Kiefer auf seinen Durchbruch wartet.

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Entfernung durch Operation

In vielen Fällen werden die sogenannten Achter in einer Operation bereits aus dem Kiefer entfernt, bevor sie durchbrechen. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn sie quer im Kiefer liegen oder der Kiefer bereits vor dem Durchbrechen zu eng ist. Auf Wunsch können Betroffene eine Kurznarkose bekommen, um das Auffräsen des Kiefers nicht miterleben zu müssen. Örtlich betäubt werden die Stellen am Kiefer in jedem Fall.

Viele Kieferchirurgen bieten eine Entfernung gleich aller vier Weisheitszähne in einer Operation an. Der Vorteil: Die Schmerzen und der Heilungsprozess muss der Betroffene nur einmal durchlaufen. Alternativ können auch erst die Achter auf der einen und ein paar Wochen später die gegenüberliegenden Urzeitzähne auf der anderen Seite entfernt werden.

Wichtig ist: Nach rund 14 Tagen ist der Heilungsprozess abgeschlossen. Betroffene können dann wieder nach Herzenslust essen und das vielfältige Nahrungsangebot genießen.

In der ersten Woche nach der Operation, ganz gleich ob nur zwei oder gleich alle vier Weisheitszähne entfernt wurden, sollte nur weich gekochte Nahrung gegessen werden. In der zweiten Woche sollten harte Speisen wie Kekse, Nüsse, Brötchen oder Rohkost noch gemieden werden. Rauchen und Alkoholkonsum können den Heilungsprozess ebenfalls verzögern.

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Mehr Info auf: https://www.zahnkliniksaarland.de

Zuletzt vor 11 Tagen aktualisiert von Martina B. Nöhring

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