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Schweizer Mehrwertsteuersätze ändern sich ab 2018

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Ab dem ersten Tag im neuen Jahr ändern sich die Mehrwertsteuersätze in der Schweiz. Es tritt eine sogenannte Teilrevision in Kraft, welches am 18.10.2017 vom Bundesrat beschlossen wurde. Hierbei handelt es sich um eine Premiere, denn die Mehrwertsteuersätze ab 2018 wurden noch nie zuvor gesenkt. Ähnlich wie in Deutschland gelten die Sätze nicht für alle Waren und Dienstleistungen. Auch hier gibt es bestimmte Ausnahmen und Sonderregelungen.

Wie werden sich die Mehrwertsteuersätze verändern?

Im kommenden Jahr 2018 beträgt der Mehrwertsteuersatz 7,7 Prozent. Der aktuelle Satz liegt bei 8 Prozent. Die Steuer wird also ab dem 01.01.2018 um 0,3 Prozent gesenkt. Zudem verläuft sich der Sondersatz auf 3,7 Prozent. Auch ändert sich der Steuersatz bei Vieh, Medikamenten, Leitungswasser, Nahrungsmitteln und ähnlichen Stoffen. Bei den Dienstleistungen tritt die neue Erhöhung an Steller der alten und bleibt somit unverändert auf 2,5 Prozent.

Gründe für die Senkung der Mehrwertsteuer

Ihren Ursprung hat die Senkung durch die Wahlen. Am 24.09.2017 stand die Altersvorsorge 2020 mit am Wahlzettel. Deren Finanzierung wäre durch eine geringe Anhebung der Lohnabgaben und einer kleinen Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes ausreichend gewesen.

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Die 0,3 Prozent sollten ursprünglich in die Altersvorsorge fließen. Jedoch kam es zu unerwarteten Wahlergebnissen und es musste eine Lösung gefunden werden. Aus diesem Grund wurde die Mehrwertsteuer für das kommende Jahr 2018 auf 7,7 Prozent gesenkt.

Müssen Unternehmen auf etwa achten?

Gerade für Unternehmen haben die Anpassungen des Mehrwertsteuersatzes an die Wirtschaft große Auswirkungen. Die Kosten, um die Systeme daran anzupassen beziehungsweise umzustellen sind enorm. Rund 200 Millionen Franken kostet eine Umstellung der Systeme. Da die Sätze gleichbleibend reduziert bleiben, könnte es in diesem Fall etwas günstiger werden.

Größere Änderungen treten für ausländische Unternehmen in der Schweiz auf:

- nicht nur der im Inland erwirtschaftete Umsatz ist von Bedeutung, sondern auch der im Ausland

- Ausnahmen gibt es, wenn die Unternehmen den Umsatz von 100.000 Franken nicht erreichen

- aufgrund des Nachteils im Wettbewerb leiden vor allem heimische Unternehmen insbesondere in den Grenzregionen

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Firmen können sich von der Steuer befreien lassen

Seit kurzem müssen sich Firmen, welche im Inneren des Landes von der Steuer ausgenommene Leistungen anbieten, in Zukunft nicht mehr als steuerpflichtige Person bei der Steuerverwaltung melden. Gerade der administrative Aufwand wird um einiges verkürzt.

Zuletzt vor 914 Tagen aktualisiert von Doris A. Liebermann

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